Zeremonie
Zeremonie (von lat. caeremonia) ist eine Bezeichnung für feierliche Handlungen im religiösen und mythologischen Bereich (Ritus) und auch im weltlichen Bereich (Zeremoniell), bei staatlichen Veranstaltungen auch Protokoll (Diplomatie).
Der Zeremonienmeister ist derjenige, der durch diese Zeremonie führt, darauf achtet, dass die dazugehörigen Regeln beachtet werden und die traditionellen Handlungen durchführt. Bei Zeremonien im alten Königshaus, war das Anreichen des Tageshemdes für den König der Hauptteil der Zeremonie. Dies war nur dem Bruder erlaubt, oder wenn dieser nicht anwesend war den Kindern oder Enkelkindern des Königs.
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Aussprache
Im Unterschied zu Wörtern wie Diplomatie oder Hegemonie, die gemäß Standardlautung nur auf der letzten Silbe betont werden können, lässt sich “Zeremonie” auf zwei Weisen aussprechen: Entweder betont auf dem ie (nach der französischen Aussprache) oder auf der vorletzten Silbe, dem o – vgl. lateinisch ceremonia. Die Endsilbenbetonung wird gewöhnlich vorgezogen. In Österreich ist jedoch nur die Betonung der vorletzten Silbe üblich. Bei Zusammengesetzten Worten mit Zeremonie als Bestimmungswort wird dagegen allgemein die vorletzte Silbe (d. h. das o) betont, z. B. Zeremonienmeister, Zeremoniengewand.[1]
Siehe auch
Literatur
- Julius Bernhard von Rohr: Einleitung zur Ceremoniel-Wissenschafft, Hrsg. Gotthardt Frühsorge u. Monika Schlechte. 2 Bde. Leipzig u. Weinheim 1990 (Ndr. d. Ausg. 1728-33)
- Thomas Macho: Das zeremonielle Tier. Rituale, Feste, Zeiten zwischen den Zeiten. Graz 2004
Einzelnachweise
- ↑ Duden-Newsletterarchiv: Newsletter vom 12. Januar 2007